Die Geburtsstunde der Fleckebyer Wehr war der 25. März 1900. An jenem Tage wurde durch Amtsvorsteher Mangelsen eine Gründungsversammlung anberaumt.

44 Mitglieder gründeten die Wehr Fleckeby-Götheby-Holm und wählten Heinrich Hinrichsen zu ihrem Hauptmann.

Nach uns vorliegenden Protokollunterlagen wurde der Dienst streng aber gerecht und mit Eifer geführt. Die Statuten wurden streng befolgt. So beschloß das Ehrengericht am 06.11.1900, dass drei Feuerwehrkameraden die Uniform und die Ausrüstung innerhalb von drei Tagen beim Steigführer A. Gehrt abzuliefern hätten.
Auch die Feierlichkeiten kamen nicht zu kurz. Jedes Jahr wurde ein Festball mit Theateraufführung, meist in der Gastwirtschaft B. Leptin (war gegenüber des Autohauses Thomsen) abgehalten. Für die Musiker zahlte man pro Person 6,50 Mark. Der Eintritt kostete für Frauen 0,50 Mark und für Männer 1,00 Mark.

Im Jahre 1903 wurde dann das Spritzenhaus gebaut, welches einst mit einer Zelle versehen war, da es auch als Gefängnis diente.

Im Jahre 1985 bezog die Wehr dann ihr jetziges Gerätehaus im Hirschholm 2 a.

Am 25.03.1990 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet.

➔ Wehrführer von 1900 bis heute


1900 1900 - 1910

Die ersten Jahre standen im Zeichen des Aufbaues. Es wurde streng auf Disziplin geachtet. 1903 wurde das erste Spritzenhaus gebaut.




 

 


 1911 - 1920

Im zweiten Jahrzehnt wurde eine Mustersatzung für Freiwillige Feuerwehren des Landes Schleswig-Holstein angenommen.
Insgesamt 25 Ehrungen für 10-jährige Dienstzeit wurden durchgeführt.
Das erste Feuerwehrverbandsfest fand 1913 in Brekendorf statt.
Im Jahr 1919 wurden nach Protokoll zehn neue Kameraden in die Wehr aufgenommen. Als gesellschaftliche Ereignisse sind die jährlichen Festbälle und der zwanzigste Jahrestag der Gründung zu nennen.


1925 1921 - 1930

Zu Beginn dieser Dekade verzeichnete die Feuerwehr einen regen Zulauf. Im Jahr 1926 wurde durch den Vorstand ein Aufnahmestopp verhängt; der Grund waren fehlende Ausrüstungsgegenstände. Die ersten Ernennungen zu Ehrenmitgliedern wurden ausgesprochen. Die Feuerwehr erhielt 1924 neue Uniformen, gefertigt durch den ansässigen Schneidermeister. Auch die ersten Taktiken über Einsatz der Spritze wurden festgelegt. Neben den jährlich stattfindenden Feuerwehrbällen, in Form eines „Winter- oder Sommervergnügen“, wurden auch das 20-jährige und 30-jährige Jubiläum gebühren begangen.


 1931 - 1940

Die Wehr bestand aus 45 Aktiven, die organisierte Ausbildung etablierte sich. Drei Kameraden wurden in Eckernförde zu Maschinisten ausgebildet. Alle Mitglieder der Wehr wurden durch einen Arzt in Erste Hilfe unterwiesen. Als Folge des Gleichschaltungsgesetzes von 1933 verlor die Wehr ihren Vereinscharakter.
Im Protokoll wurden jetzt Einsätze erwähnt. Neben Brandeinsätzen sind Hochwassereinsätze und die ersten Alarmbereitschaften erwähnt.


 1941 - 1950

Zu Beginn dieses Jahrzehnts musste die Wehr ca. 100 mal in Alarmbereitschaft im Bereich Eckerförde, Gettorf, Kiel und Hamburg. Dazu kamen zahlreiche protokollierte Einsätze in der unmittelbaren Umgebung. In dieser Zeit wurde die Wehr oftmals von Frauen geführt.
Ab 1946 wurden die Vorstände wieder gewählt und gesellschaftliche Veranstaltungen fanden wieder statt. Die Feuerwehr wurde in zwei Löschgruppen eingeteilt, eine war zuständig für Götheby und die andere für Fleckeby.
Das Stiftungsfest zum 50-jährigen Bestehen wurde im großen Rahmen veranstaltet. Eine Feuerwehrkapelle unter der Leitung von Heinz Clausen wurde gegründet. Bei Versammlungen 1950 waren 28 Kameraden anwesend.


 1951 - 1960

Dieses Jahrzehnt verzeichnete viele Brandeinsätze. Auf langes und intensives Drängen des Vorstandes der Feuerwehr wurde in Fleckeby eine Feuersirene auf der Schule installiert und das Netz der Hydranten erweitert.
Für langjährige Mitgliedschaften wurde in Schleswig-Holstein das Brandschutzehrenzeichen in Bronze, Silber und Gold eingeführt. Außerdem wurde angeordnet, dass Kranzschleifen die Farben rot-blau-rot zu tragen haben.
Die Wehr nahm regelmäßig an den stattfindenden Verbands- und Kreisfeuerwehrtagen teil. Es wurden lebhafte Diskussionen über den Unterhalt des Feuerwehrfahrzeuges geführt. Die junge Feuerwehrkapelle ruhte wegen Mitgliedermangels und 25 Kameraden wurden neu eingekleidet. Die jährlichen Festbälle fanden regelmäßig statt und das 60-jährige Jubiläum wurde entsprechend gefeiert.


 1961 - 1970

In den sechziger Jahren rückte die Wehr wieder zu zahlreichen Brandeinsätzen aus. Bei Großbränden, wie z.B. Kuhr 1963 wurden mehrere Wehren im Verbund eingesetzt. Die Hilfeleistungen an der Straße zeichneten sich bereits ab.
Das Feuerwehrgerätehaus wurde in Eigenleistung renoviert und in der Mitte des Jahrzehnts wurde ein anderes Feuerwehrfahrzeug angeschafft, denn das alte war nicht mehr einsatzfähig. Es wurden einheitliche Kombis eingeführt und regelmäßige Vorträge über Unfallverhütung trugen zur Sicherheit der Kameraden bei.


1975 1971 - 1980

Gleich zu Beginn dieses Jahrzehntes galt es zwei Großbrände im Verbund mit den Nachbarwehren zu bekämpfen. Die Gemeinde verbesserte die Infrastruktur für den Brandschutz weiter und die Feuerwehr übernahm hier die Pflege und Wartung. In den Weiterbildungen wurden vermehrt Einsätze an gefährlichen Gütern ausgesprochen, dem Atemschutz wurde erhöhte Aufmerksamkeit zuteil.
Das 75-jährige und 80-jährige Stiftungsfest wurden gefeiert.
Die ersten Diskussionen über ein neues Gerätehaus wurden protokolliert. 1980 fand der Amtsfeuerwehrtag in Fleckeby statt.


1990 1981 - 1990

Im Anfang der achtziger Jahre hatte die Wehr 39 Aktive und 10 Ehrenmitglieder, hierzu kamen noch 65 fördernde Mitglieder. Es wurde eine Patenschaft mit der Gemeinde Satow in Mecklenburg-Vorpommern geschlossen und mit gegenseitigen Besuchen belebt.
Die Forderungen nach einem neuen Feuerwehrhaus und einem neuem Fahrzeug wurden als Anträge formuliert und auf den Weg gebracht.
Im November 1985 wurde das Feuerwehrgerätehaus feierlich übergeben. Ein neubeschafftes LF 8 und ein gebrauchter VW Bus, der in Eigenleistung hergerichtet wurde, bildeten den Fuhrpark.
Die Jugendfeuerwehr wurde zum 90-jährigen Bestehen mit 22 Jugendlichen gegründet.
Der Tag der offenen Tür und der Adventskaffee mit den Ehrenmitgliedern wurde als ständige Veranstaltung aufgenommen.


 1991 - 2000

Die Ausrüstung des LF 8 wurde ergänzt. Auf Vorgabe des Landesfeuerwehrverbandes führten die einzelnen Wehren die Truppmannausbildung in eigener Regie durch; Dauer 70 Stunden. Aufgrund der regen Bautätigkeit, wurde der Brandschutz der Gemeinde nach Vorgabe des Kreises neu bewertet. Aus dieser Bewertung resultiert der Antrag auf ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16/24) für Schnellangriffe mit wenig Personal. Das Fahrzeug wurde 1997 beschafft und hat seine Qualität mehrfach bei Großbränden bewiesen. Während des letzten Jahrzehnts erhöhten sich die Einsätze zur technischen Hilfeleistung deutlich. Am Ende des Jahrzehntes wurde der VW Bus verkauft und aus eigener Kasse ein Mehrzweckfahrzeug (MZF) für die Jugendgruppe angeschafft.

 Programm zum 100-jh. Jubiläum

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 Zeitungsartikel 1

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 Zeitungsartikel 2

 

 

 

 

 

 


 2001 - 2010

Die persönliche Schutzausrüstung wurde schrittweise auf Nomexjacken und später Hosen und Handschuhe umgestellt. Planungen zur Ersatzbeschaffung des in die Jahre gekommenen LF8 wurden aufgenommen.
2006 wurde die Leistungsbewertung Roter Hahn Stufe 1 und drei Jahre später Stufe 2 mit Bravur abgelegt.
Die technische Hilfe wird für die Wehr immer wichtiger und so finden Lehrgänge zum Umgang mit Kettensägen statt.


 2011 - heute

Ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF 10/6) ersetzt das alte LF 8. Nachteil hierbei ist die benötigte Fahrerlaubnis der Klasse C (alt Klasse 2). Es erwerben Kameraden auf Kosten der Gemeinde die nötige Fahrerlaubnis.
Im Oktober 2013 wütet ein schwerer Sturm, welcher die Wehr zu zahlreichen Einsätzen zwingt.
2014 wurde die Leistungsbewertung Roter Hahn Stufe 3 mit einem sehr guten Ergebnis abgelegt.
Für die Ersatzbeschaffung des MZF wurden 2016 Planungsgespräche aufgenommen und ein Antrag an die Gemeinde gestellt.
2017 wurde der Digitalfunk in die Fahrzeuge eingebaut. Außerdem wurde ein Antrag auf Neubeschaffung der Helme gestellt, die im Dezember 2017 und Februar 2018 in zwei Etappen geliefert wurden.
Das Gerätehaus platzt aus allen Nähten und aus diesem Grund wurde 2018 eine Mängelliste aufgestellt und ein entsprechender Antrag an die Gemeinde gestellt.
Die Freiwillige Feuerwehr Fleckeby hat heute 55 aktive Mitglieder (davon eine Zweitmitgliedschaft) sowie 11 Ehrenmitglieder und 237 fördernde Mitglieder.
Die Jugendfeuerwehr zählt 29 jugendliche Jungen und Mädchen.


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